Zugangsdaten im Betriebssystem speichern

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00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Clarice FileMaker in fünf Minuten.

00:00:05: Heute geht es um das Thema Zugangsdaten zu einer FileMakers Datei im System speichern und damit steigen wir auch gleich ein!

00:00:14: Es gibt in FileMAKER eine kleine Einstellung, die auf den ersten Blick sehr praktisch wirkt – in der Praxis aber oft mehr Probleme verursacht als man zunächst denkt.

00:00:23: Gemeint ist die Möglichkeit, Zugangs-Daten im System zu speicheren also Benutzernahme und Passwort nicht jedes Mal neu eingeben zu müssen.

00:00:33: In den Datei-Optionen kann man festlegen, dass sich ein Anwender mit einem Konto und einem Passwort anmelden muss.

00:00:40: Gleichzeitig gibt es aber auch diese Option das die Zugangsdaten gespeichert werden dürfen.

00:00:45: Und ganz ehrlich ich bin davon nicht wirklich ein Freund!

00:00:49: Warum?

00:00:50: Weil diese Funktion zwar bequem ist, aber auch sehr schnell für Intransparenz sorgt.

00:00:55: Solange ein Anwender immer am gleichen Rechner sitzt und die Datei dort regelmäßig öffnet, scheint alles wunderbar zu funktionieren.

00:01:03: Die Datei geht auf, niemand muss etwas eingeben – Alles läuft!

00:01:08: Aber genau darin liegt das Problem.

00:01:11: Die Leute gewöhnen sich daran dass es einfach funktioniert Und nach einiger Zeit weiß kaum noch jemand welches Konto eigentlich verwendet wird oder das überhaupt ein Passwort nötig wäre.

00:01:22: Und dann kommt irgendwann der Moment, in dem die Datei auf einem anderen Rechner geöffnet wird.

00:01:27: Oder ein Mitarbeiter bekommt einen neuen Arbeitsplatz oder ein Kollege soll einmal kurz an die Dateie ran und plötzlich erscheint da eine Anmeldemaske.

00:01:37: Auf einmal fragt FileMaker nach Konto- und Passwort – und die Verwirrung ist groß!

00:01:42: Denn das Verhalten war vorher unsichtbar Es lief ja immer automatisch.

00:01:47: Für den Anwender wirkt es nicht wie eine normale Anmeldung sondern wie ein Fehler.

00:01:52: Noch deutlicher merkt man das, wenn ein Testsystem eingerichtet wird.

00:01:57: Vielleicht bekommt die Datei einen anderen Namen?

00:02:00: Vielleicht arbeitet man mit einer Kopie?

00:02:02: Vielleicht kommt eine Testumgebung dazu und auf einmal ist das Verhalten nicht mehr so wie vorher.

00:02:09: FileMaker fragt nach Zugangsdaten obwohl im Alltag doch scheinbar nie etwas eingegeben werden musste.

00:02:15: Dann beginnt das große Rätselraten.

00:02:18: Der Kunde wundert sich Die Mitarbeiter sind irritiert.

00:02:21: Und selbst als Entwickler steht man manchmal erst mal kurz da und denkt, Moment!

00:02:26: Warum reagiert das System jetzt anders?

00:02:29: Das Gemeine daran ist – technisch ist FileMaker hier gar nicht kaputt.

00:02:33: Es verhält sich nur anders weil im Hintergrund mit gespeicherten Zugangsdaten gearbeitet wurde.

00:02:39: Aber genau das sieht man von außen eben nicht sofort.

00:02:42: Für den Kunden ist es kaum nachvollziehbar.

00:02:45: Er erlebt nur dass etwas gestern noch automatisch funktioniert hat und heute plötzlich anders ist.

00:02:51: Und schon ist Unsicherheit da!

00:02:53: Aus meiner Sicht ist das deshalb eine dieser kleinen Optionen, die man nicht nebenbei aktivieren sollte – denn sie beeinflusst nicht nur den Komfort beim Öffnen einer Datei sondern auch die Verständlichkeit des ganzen Systems.

00:03:08: Und sobald mehrere Arbeitsplätze verschiedene Umgebungen oder Supportfälle ins Spiel kommen wird aus der vermeintlich praktischen Funktion schnell ein echter Stolperstein.

00:03:18: Der Vorteil ist immerhin, dieses Verhalten lässt sich Profilmaker-Datei steuern.

00:03:24: Man kann also bewusst entscheiden ob man gespeicherte Zugangsdaten zulassen möchte oder eben nicht – das ist gut!

00:03:32: Schwieriger wird es allerdings dann wenn sich dieses Verheiten bei den Anwendern einmal eingespielt hat.

00:03:39: Wenn alle über längere Zeit daran gewöhnt sind dass sich die Datei quasi von selbst öffnet Dann ist eine Umstellung später oft unangenehm Denn plötzlich müssen Konten bekannt sein, Passwörter vorhandensein und Abläufe neu erklärt werden.

00:03:54: Natürlich gibt es auch Situationen in denen gespeicherte Zugangsdaten sinnvoll sein können – zum Beispiel in sehr klar geregelten Einzelplatz-Szenarien oder in Umgebungen, in denen ganz bewusst mit festen Anmeldungen gearbeitet wird.

00:04:09: Aber in vielen echten Kundenprojekten Gerade dort wo mehrere Personen mit einer Datei arbeiten, wo es Testsysteme gibt oder wo Support eine Rolle spielt überwiegen für mich klar die Nachteile.

00:04:22: Mein persönlicher Blick darauf ist deshalb Bequemlichkeit beim Starten einer Dateie ist schön Klarheit im laufenden Betrieb ist wichtiger Denn ein System das nachvollziehbar ist spart auf Dauer oft viel mehr Zeit als eines, das an einer Stelle ein paar Klicks erspart.

00:04:39: Dafür später aber Fragen aufwirft die niemand mehr beantworten kann und genau deshalb lohnt es sich diese kleine Checkbox in FileMaker nicht einfach zu übersehen sondern ganz bewusst zu entscheiden ob man sie wirklich braucht.

00:04:53: Ich hoffe euch hat die Folge viel Freude gemacht!

00:04:56: Und ich wünsche euch dass sie euch hilft euren Code jeden Tag weiterzu verbessern wenn es heißt Clarice FileMaker in fünf Minuten.

00:05:07: Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit!

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